Info-Veranstaltung: DOGC mit Projekt 800 voll im Soll

 von Dr. Peter Schütze

Das Fazit fiel uneingeschränkt positiv aus. „Meine Erwartungen wurden übertroffen, meine Wünsche erfüllt“, bewertete die Präsidentin des Dortmunder Golfclubs, Andrea Marx, die 75minütige Info-Veranstaltung, die anstelle der normalerweise im Frühjahr angesetzten ordentlichen Mitgliederversammlung getreten war und wegen der Schutzbestimmungen des Covid-19-Lockdowns nur als digitales Treffen organisiert werden konnte. Sowohl mit der Teilnahme – immerhin hatten sich rund 150 Teilnehmer zugeschaltet – als auch mit dem Feedback dieser Veranstaltung ohne Wahlen war das DOGC-Präsidium hochzufrieden. „Es war ein ungewöhnlicher Versuch, in ungewöhnlichen Zeiten mit unseren Mitgliedern in Kommunikation zu treten, und es war ein gelungener“, resümierte die Club-Chefin.

Wie bei einer ordentlichen Mitgliederversammlung standen Personalien am Anfang. So gedachte der Club zunächst 27 Mitgliedern, die seit April 2019 verstorben waren. Zugleich feierte er die DOGCler, die schon 40, 50 und 60 Jahre Clubmitglied sind. Dabei ergab sich, dass 2020 Mutter (Irmgard Schürmann) und Sohn (Achim Schürmann) zusammen das goldene Jubiläum feiern konnten und Michael Benkert in diesem Jahr sogar auf eine  60-jährige Mitgliedschaft zurückblickt.

Den Schwerpunkt ihres Präsidentinnen-Berichtes legte Andrea Marx auf die überaus positive Entwicklung des Mitglieder-Bestandes. Der DOGC zähle zur Zeit 1336 Mitglieder, von denen 790 sogenannte Vollzahler seien, womit das „Projekt 800“ voll im Soll sei. „Wenn unser Club 800 vollzahlende Mitglieder hat, geht es ihm gut“, erklärte die 1. Vorsitzende. „Deshalb muss und wird das Projekt 800 auch das Modell für die Zukunft sein und bleiben!“ Welch erfreulichen Aufschwung die Mitgliederzahl in der Reichsmark genommen hat, verdeutlicht ein Rückblick: 2017 hatte der Dortmunder Golfclub nur 726 Vollzahler.

Einen zweiten Faktor hob Andrea Marx hervor. Überwältigend sei die spontane Mitarbeit sehr, sehr vieler Clubmitglieder, die in den verschiedenen Arbeitsgruppen spontan und ehrenamtlich mitwirken. „Da gibt es sehr viele, die packen mit an, leisten wertvolle Arbeit für die Gemeinschaft, und das prägt das Klima in unserem Club.“

Eine Kette von Erfolgsmeldungen wies der Bericht von Spotwartin Katja Richter auf. Die 1. Herrenmannschaft in der 2. Bundesliga, die Damen-Mannschaft in der Regionalliga, die AK-Teams gut platziert, ebenso wie die Jugendmannschaften, den spielerischen Corona-Blackout im Leistungs- und Breitensport 2020 gut abgefangen  – ein effektiveres Management war unter Corona-Bedingungen nicht möglich.

Für 2021 wartet auf die DOGC-Spieler(innen) ein schönes Turnierprogramm,  allerdings auch die bange Sorge, dass das Virus und seine Bekämpfung nicht wieder alle schöne Pläne zunichte macht.

Von einer stolz machenden Finanz-Situation, aufbauend auf der positiven Mitgliederentwicklung, berichtete Schatzmeisterin Sigrid Schenke. Trotz der Corona-Pandemie sei es gelungen, einen Überschuss zu erwirtschaften und der Club befindet sich wirtschaftlich in einer  überaus positiven finanziellen Situation.

Um das Gebäudemanagement auf dem großzügigen Areal des DOGC hat sich Bastian Scholz verdient gemacht. Erhaltung, Instandsetzung und Sanierung des Komplexes, dessen Baubeginn ins Jahr 1961 zurückreicht, erfordern konstante Aufmerksamkeit, jede Menge Sachverstand und viel Geld, dulden jedoch in den meisten Fällen keinen Aufschub. Insofern hat Scholz immer die Hand am intakten Betrieb auf allen Ebenen.

Ähnlich ist das Aufgabengebiet von Martin Ruße, das freilich weitgehend unter freiem Himmel liegt. Er ist für den Platz verantwortlich, dessen vielfältiger Umbau 2019 begonnen hat und ein fortwährender Prozess geworden ist. Für die Anstrengungen, die dafür angesetzt werden mussten, steht eine Zahl des Greenkeeper-Teams; Sie haben im vergangenen Jahr allein 250 Stunden in manuelle Bewässerung des Platz investiert. Vor zusätzliche Problemen haben die  auf den Platz eingefallenen Wildschweine den Club gestellt, der zusätzliche Zäune ziehen musste. Eine weitere Barriere gegen Wildschweine und eine Fairway-Bewässerung sind  Zukunftsziele.

Ein glänzenden Griff hat der Dortmunder Golf-Club mit Jugendleiter Sebastian Trost gemacht. Ihm ist es gelungen, das Jugend-Clubleben zu aktivieren, weil er eine kreative Zusammenarbeit mit den Eltern der Jugendlichen und den Pros pflegt. So ist die Zahl der Jungen und Mädchen (bis 18 Jahre) um 20 Prozent auf 130 gestiegen.