Jugend-Clubmeisterschaft: Peer Freund feiert starkes Comeback

 Von Dr. Peter Schütze

 Er nützte seine letzte Chance, Jugend-Clubmeister zu werden. Peer Freund, der sich als 18-Jähriger jetzt aus der Jugend-Abteilung verabschiedet, gewann den Titel mit 144 Schlägen und drehte damit den Spieß aus dem Vorjahr um, als er im Stechen Leonhard Brunke unterlegen war. Der drei Jahre jüngere Titelverteidiger musste sich diesmal mit vier Schlägen Rückstand mit dem zweiten Platz begnügen.

Die zweitägigen Titelkämpfe der Jugend waren aus Sicht der Jungen quantitativ und qualitativ ein Erfolg, umso enttäuschender war das Bild bei den Mädchen. Dort trat in der über zweimal 18 Loch führenden Konkurrenz allein die Titelverteidigerin Liza Charlotte Schulte an, jedoch auch nur zur ersten Runde (89). Bei den Jungen waren am ersten Tag 23 Spieler am Abschlag, von denen sich 13 unterspielten. Am zweiten Tag ließen die Scores nach.

Peer Freund, der während der jetzt zu Ende gehenden Saison kaum in Erscheinung getreten war,  kehrte mit alter Klasse zurück. Der Stadtmeister von 2018 spielte in der ersten Runde ab Bahn drei nur noch einen Bogey, aber fünf Birdies und schraubte mit dem 70er-Score, dem einzigen Unter-Par der Titelkämpfe, sein Handicap von 4,1 auf 3,4. Sein Vier-Schläge-Vorsprung auf Brunke vom ersten Tag reichte ihm zur Meisterschaft, da sein härtester Konkurrent auf der zweiten Runde wie Freund auch 74 Schläge brauchte.

Leonhard Brunke hatte im ersten Durchgang ab der Acht einen Lauf mit vier Birdies, sechs Pars und nur einem Bogey, doch tat ihm ein Doppelbogey an der Sieben weh. Am zweiten Tag lag er mit 37:37 zweimal einen über.

Eine sehr gute Rolle spielte auch Alexander Coerdt, der sich am Samstag mit 74 von 5,1 auf 4,3 unterbot. Am zweiten Tag blieb er auf der Hin-Runde fehlerfrei, ließ auf der Back-Nine (40) dann allerdings einige Schläge liegen. Eine positive Überraschung lieferte Jonathan Kienle als Gesamt-Vierter ab. Er begann mit einer starken 75 (=  Hcp. von 9,6 auf 7,4), brauchte aber im zweiten Abschnitt 79 Schläge, blieb aber als Netto-Zweiter (39 P.) eine der erfreulichsten Erscheinungen der Titelkämpfe. Die Netto-Wertung entschied Nick Schulenkorf mit starken 41 Punkten für sich.

Im Wettbewerb über zweimal neun Löcher setzte sich bei den Jungen Elias Göge  mit 36 Netto-Punkten vor Byron Brügmann (34) und Luis Vollmers-Schulte (32) durch. Bei den Mädchen gewann Marie Nolte-Ernsting überlegen mit 37 Punkten vor Greta M. Rasche (26) und Clara Maag (22).  Über sechs Bahnen war Richard Freundlieb vorn; dahinter folgten Mats Knipping und Paul Reuker.