Die 55.  Offenen Meisterschaften des Dortmunder Golfclubs haben alle Rekorde gebrochen. Kein Wunder, dass das Präsidium „hellauf begeistert“ (Andrea Marx) war. 104 Spieler(innen) schlugen im erstmals ausgeschriebenen Volksbank-Cup ab, sogar 80 Paare hatten Spaß am als Vierer mit Auswahldrive ausgetragenen Dustmann-Cup. Dass zum dritten Mal in direkter Folge mit Matthias Tischler und Andrea Marx im Samstag-Einzel dieselben Open-Sieger gefeiert wurden, war ein weiteres Schmanckerl dieser zweitägigen Traditions-Veranstaltung.

Matthias Tischler, ohnehin Rekord-Gewinner der Offenen in der Reichsmark, setzte noch einen drauf. Mit einer beeindruckenden 69er-Runde holte er sich seinen fünften Titel. „Auch als Rekordhalter verspürte ich keinen Druck, was meinem Spiel, das zuletzt nicht immer die  besten Ergebnisse brachte, zugute kam. Überhaupt kann ich mich mit meiner etwas neuen Rolle, in der Mannschaft und im Club nicht immer vorangehen zu müssen, gut anfreunden“, erklärte der 29 Jahre alte Geschäftsführer. Er spulte die Out-Runde in beeindruckenden drei unter, den In-Part par ab, wobei er den beiden Bogeys an Fünf und Vierzehn fünf Birdies entgegensetzte. Dieser Score wirkte wie ein Vitaminstoß für die nahe Zukunft: „Mit solch einem Ergebnis geht man auch mutig in die Entscheidungen der DGL und der AK 30.“

Mit sechs Schlägen und ebenso vielen Brutto-Punkten Abstand folgte Ferdinand Volbert auf dem zweiten Rang. Dabei gingen ihm Doppel-Bogeys an Vier und Sechzehn gegen den Strich. Stadtmeister Michael Hegemann, auf Pfingst-Besuch in Dortmund und Dritter, war mit seinen 76 Schlägen nicht unzufrieden. „Die Arbeit an meiner Dissertation bei Mercedes in Stuttgart geht eindeutig vor Golf, und mit dem Training wird es in nächster Zeit noch wenig werden“, berichtete er aus dem Schwabenland, kündigte jedoch an, bei den Stadtmeisterschaften Ende Juli seinen Titel verteidigen zu wollen.

Eine knallbunte Score-Karte lieferte Bastian Schmitz ab. Auf ihr war von einer Acht am Par 4-Loch Sieben, über (Doppel-)Bogeys und sechs Birdies, davon vier auf der 35er-Hin-Runde, alles vertreten. „Schlecht angefangen, gut aufgehört“, kommentierte er seine wechselvolle Vorstellung. Stark war die Leistung von Netto-A-Gewinner Lars Benger, der sich mit 80 Schlägen im Handicap von 9,2 auf 8,8 steigerte.

Bei den Damen passierte Ungewöhnliches: Lisa-Kathrin Rübenkamp, viermalige Stadtmeisterin, musste sich nach Jahren in Dortmund wieder geschlagen geben. Sie kam mit dem Kurs in der Reichsmark und den Windverhältnissen diesmal gar nicht zurecht und mit 85 Schlägen ins Clubhaus. Da nutzte Andrea Marx ihre Chance, spielte dank einer Ein-über-Rückrunde mit 79 genau ihr Handicap und gewann mit fünf Punkten Vorsprung zum insgesamt achten Mal den Open-Titel. „Auf den zweiten neun Löchern hat Golf Spaß gemacht, auch wenn mich der Bogey an der Achtzehn ein wenig gewurmt hat“, sagte die DOGC-Präsidentin und Rekordhalterin.

Im Dustmann-Cup fielen knappe Entscheidungen, die Tandems lagen dicht beieinander. Die Brutto-Wertung ging an Michaela Nöckel/Rainert Rybaczyk mit 28 Punkten vor den gleichauf mit einem Punkt weniger einkommenden Friederike und Wolfgang Kirchhoff sowie Anja Kettelhack/Bastian Schmitz. Auch der dritte Rang war mit 26 Punkten dreigeteilt. Bedrückende Enge herrschte im Netto A, wo neun Teams jeweils 37 Punkte aufwiesen. Ganz vorn gelistet wurde der 76jährige Ex-BVB-Profi Sigi Held mit seiner Frau Christine.

Doch auch wenn nicht jeder mit Preisen den Heimweg antreten konnte war die Stimmung an beiden Tagen hervorragend. Schon beim doch recht stürmischen Volksbank-Cups hatten die netten Damen der Kronen-Brauerei reichlichst zu tun, trotz einiger Regentropfen blieben die Bänke und Tische rund um den Tresen nie leer. Mit der Siegerehrung, sehr sympathisch und launig unterstützt durch die Herren Steinforth und Kleiser als Vertreter der Dortmunder Volksbank und der Eröffnung des zünftigen Barbecue- und Grill-Buffets schloss der offizielle Teil des Turniers und die Gäste konnten den Abend im Clubhaus und auf der Terrasse genießen.

Zum Abschluss der Offenen Pfingstwettspiele beim Dustmann-Cup mit ausgesprochen schönen und wertigen Preisen aus dem Dustmann.Store Hombruch gab sich nunmehr zum 9. Mal fast die ganze Familie Dustmann die Ehre und feierte mit allen Teilnehmern und Gästen in die Party hinein. Nach dem Essen drehte DJ Dennis auf und füllte die Tanzfläche bis in die Nacht.

Sehr schöne und gelungene Offene war das Fazit des Abends für das Pfingstwochenende im Dortmunder Golfclub.

Dortmunder Volksbank Cup:

Brutto Damen:

  1. Andrea Marx
  2. Lisa-Kathrin Rübenkamp Hoff

Brutto Herren:

  1. Matthias Tischler
  2. Ferdinand Volbert

Netto A:

  1. Lars Benger
  2. Michaela Karthaus
  3. Tim Behrendt

Netto B:

  1. Ralf Galow
  2. Thomas Seseke
  3. Meike Ruße

Netto C:

  1. Diana Remazki
  2. Julia Weidlich
  3. Olaf Becker

Nearest to the Pin H: Peter Stendel

Nearest to the Pin D: Astrid Windels-Pietzsch

Longest Drive H: Ferdinand Volbert

Longest Drive D: Lena Svensson

Dustmann.Open:

Brutto:

  1. Michaela Nöckel & Rainert Rybaczyk
  2. Anja Kettelhack & Bastian Scholz

Netto A:

  1. Siegfried Held & Christine Held
  2. Peter Tormin & Hildegard Mai
  3. Martin Ruße & Meike Ruße

Netto B:

  1. Friederike Kirchhoff & Wolfgang Kirchhoff
  2. Uwe Kettelhack & Angelika Rensmann
  3. Wolf Brennholt & Brigitte Brennholt

Nearest to the Pin H: Michael Ridiger

Nearest to the Pin D: Hildegard Mai

Longest Drive H: Stefan Lentz

Longest Drive D: Michaela Nöckel