Von Dr. Peter Schütze

 Hans Peter Vogt hat ein besonderes Bravourstück hingelegt. Als 80-jähriger hat er in einem Liga-Spiel der AK 65 in der Reichsmark auf einer Runde mit 79 Schlägen sein eigenes Lebensalter unterspielt, eine Leistung mit echtem Seltenheitswert im Golf. Mehr als er selbst freute sich Pro Stephan Wittkop, bei dem Vogt noch jede Woche eine Trainerstunde nimmt, über diesen außergewöhnlichen Score: „Das ist ein echter Superlativ, wie er mir in meiner Laufbahn noch nicht vorgekommen ist. Aber Hans Peter Vogt hat ihn hundertprozentig verdient; denn er lebt für Fitness und Golf.“

Der große Golfer-Tag begann alles andere als vielversprechend. „Ich hatte morgens ein schlechtes Gefühl, weil ich tags zuvor beim Herren-Nachmittag gar nicht gut gespielt hatte“, berichtet Vogt, „aber meine Frau, ebenfalls noch sehr gut im Golf zu Hause, hat mich aufgemuntert mit dem Spruch: Halte den Kopf über dem Ball und dreh genug auf“.  Das war offenbar das Erfolgsrezept; denn der souveräne Tagessieger mit dem bewunderten Ergebnis  rekapitulierte nachher: Er habe 16 gute Abschläge, dazu präzises kurzes Spiel gehabt und habe öfters nur einen einzigen Putt gebraucht. „Ab der Neun, wo ich drei über Par lag, habe ich gewusst:  Du bist auf einem guten Wege. Und es ist mir gelungen, bis zur 18 die Konzentration hochzuhalten.“

Der Super-Score des Seniors ist keine Hexerei. „Fitness und Golf sind mein Leben, Fitness ist für mich sogar Verpflichtung“, bekennt er, „zweimal in der Woche bin ich für eineinhalb Stunden im Studio“. Dazu kommt regelmäßiges Golfspiel, das Hans Peter Vogt einmal beim GC Varmert gelernt hat, dann auf Empfehlung von Jürgen Freundlieb zum DOGC gewechselt und dort seit über einem Dutzend Jahren heimisch ist. 2012, als wegen des unter Wasser stehenden RSB-Platzes  nur in der Reichsmark 18 Löcher gespielt werden konnten,  wurde er mit einer 84er-Runde Stadtmeister der Senioren.

Früher hat er mit Handicap 7,9 abgeschlagen. Durch seine historische 79er-Runde hat er sich wieder bis auf 10,1 hinunter gespielt. „Jetzt ist es mein Ehrgeiz, noch einmal einstellig zu werden“, gibt Vogt zu. Stephan Wittkop meint: „Wenn einer das schafft, dann Hans Peter.“