Damen-Regionalliga: DOGC-Damen sind wie  Fels in der Brandung

von Dr. Peter Schütze

Die Golfer stöhnen noch unter dem Corona-Kreuz. Teutoburger Wald hat den Zweitliga-Start für die DOGC-Herren schon vor Tagen abgesagt, Royal Saint Barbara´s GC hat den Doppel-Heimspieltag für Regionalliga-Damen und Oberliga-Herren gecancelt, der Regionalverband NRW hat alle Spiele von der Jugend bis zur AK 65 gestrichen. Sozusagen als Fels in der Brandung steht nur die Premiere der Regionalliga-Staffel West 1 der Damen am Sonntag (16. Mai) in Mülheim/Ruhr, wo der Gastgeber mit einem vorbildlichen Hygiene-Konzept die Austragung des ersten Spieltages ermöglichen will. Hier schlagen die Damen des Dortmunder Golfclubs gemeinsam mit Mülheim, dem Kölner EC, Gut Kuhlendahl Velbert und Schmitzhof GC ab.

„Die Mannschaft freut sich ganz gewaltig auf diesen Spieltag; denn es ist ja schon eine Ewigkeit her, dass wir ein DGL-Meisterschaftsspiel bestritten haben. Dass wir da wieder einsteigen können, finde ich super“, ist Captain Victoria Dreve vom Wiederbeginn der DGL-Runde begeistert. Selbst das nüchterne Procedere des Spieltages – die Mannschaften kommen an, absolvieren in Zweier-Flights den Kurs und fahren wieder nach Hause – nimmt die 21jährige Studentin (2. Master-Semester in Finanzwissenschaften) in Kauf. „Hauptsache, wir können wieder als Mannschaft auftreten und spielen!“

Dafür haben Vicky Dreve und ihre Teamkameradinnen in der Vergangenheit schon allerhand getan. „Weil ein systematisches Wettkampftraining wegen der Corona-Auflagen nicht möglich war, haben wir andere Möglichkeiten für Form und Fitness praktiziert, so dass wir gut 80 Prozent des Leistungsvermögens der Mannschaft erreicht haben“, zeigt sich Pro Stephan Wittkop mit  den Ergebnissen der Frühjahrsarbeit zufrieden. „Aber im Wettkampf werden Nerven, Konzentration, Sicherheit und Ruhe ganz anders gefordert, diese Praxis muss man sich erst wieder aneignen.“ Man wolle von Spieltag zu Spieltag das beste Ergebnis anstreben. „Was dann am Ende herauskommt, davon wollen wir uns positiv überraschen lassen.“

Wittkop hat ein Dutzend Spielerinnen zur Auswahl, von denen allerdings Ilka Kummer als zweifache Mutter und Clara Burmann, die im Ausland studiert, erst im zweiten Teil der Saison zur Verfügung stehen und Camy-Letizia Barragan erst behutsam an große Aufgaben herangeführt werden soll. Victoria Dreve, Andrea Marx, Lena Wiebel und Ronja Scobel stellen den Kern der Mannschaft, um den sich zwei weitere Spielerinnen herumgruppieren werden.

Während Stephan Wittkop sich nur auf das Ziel Klassenverbleib festlegen will („Über die Spielstärke der Konkurrenz wissen wir vor dem ersten Spieltag noch zu wenig.“), wagt sich Captain Dreve weiter nach vorn. „Bei einem Umschlag im vergangenen Jahr haben wir uns auf dem 2. oder 3. Tabellenplatz gesehen. Um so ein Ergebnis wollen wir uns nach besten Kräften bemühen. Auf jeden Fall wollen wir gut mithalten!“

Das traut auch DOGC-Head-Pro Holger Böhme, bei dem mehrere Spielerinnen im Einzeltraining stehen, der Mannschaft zu. „In der Mannschaft herrscht positive Vorfreude, die Damen sind hoch motiviert, aber eben ohne Wettkampferfahrung.“ Deshalb wagt der Cheftrainer auch keine Prognose, wo das Team landen könnte. „Von Platz eins  bis fünf ist alles drin!“