Von Beginn an flößte uns der Platz in Velbert, der als schwerster Par 70 Platz beworben wird, Respekt ein und spornte uns vorab zu intensivem Training an. Wir wollten unsere Führung weiter ausbauen und trainierten intensiv verschiedene Schräglagen und bereiteten uns taktisch auf die herausfordernden Bahnen vor.

Der Platz hat das Unwetter fast schadenfrei überstanden, spielte sich durch die feuchten Böden und Bunker jedoch noch länger und anspruchsvoller. Zudem waren die Fahnenpositionen auf den ohnehin schon sehr herausfordernden und teilweise blinden Löchern unglaublich schwer gesteckt, sodass wir um jeden Schlag und jeden Putt kämpfen mussten und ein Dreiputt keine Seltenheit darstellte. Zudem kam das kniehohe Rough insbesondere für unsere Longhitterinnen mächtig ins Spiel und verschlang gnadenlos den ein oder anderen Ball. So wurden bei allen Mannschaften insgesamt – mit durchschnittlich 18 Schlägen über Par (!) – viele sehr hohe Scores erspielt und es waren nur wenige erfreute Gesichter nach der Runde zu erblicken.

Um so erfreulicher war, dass Ronja Scobel (81) und Michaela Karthaus (84) zwei sehr gute Runden ablieferten und damit sogar deutlich besser als ihre Vorgabe spielten

Präsidentin Andrea Marx bewies mit einer 81 mal wieder ihre Souveränität und Verlässlichkeit, beklagte sich aber ebenso über “unmögliche” Fahnenpositionen, die der gastgebenden Mannschaft augenscheinlich auch keinerlei Vorteile brachten.

Unsere Leistungsträgerinnen Kapitänin Victoria Dreve und Hannah Wilhelm blieben heute deutlich unter ihren Möglichkeiten und auch Lena Wiebel hatte mit hohen Scores auf einigen Bahnen zu kämpfen.

In der Endabrechnung wurde es mit nur 2 Schlägen Unterschied ganz knapp und wir mussten den Tagessieg an unsere Rivalen aus Mühlheim abgeben. So war die Enttäuschung über Platz 2 erst einmal groß, da wir uns mehr vorgenommen hatten und dies auch hätten erreichen können.

Nach etwas Abstand überwiegte dann aber doch wieder der Optimismus und die Freude über die super Leistung von Michaela und Ronja. Wir sind zwar Punktgleich mit Mühlheim, aber immer noch Tabellenführer und haben ein spitzen Team und wahnsinnige Unterstützung von allen Seiten, das macht uns als Team stark und lässt uns zuversichtlich in den letzten und spannenden Spieltag gehen.

Ein großer Dank geht auch heute wieder an Axel Ossenkop, der bei großer Hitze bis zum Schluss ausgeharrt hat und wieder viele tolle Momente eingefangen hat!

Immer wieder rückte der sportliche Ehrgeiz jedoch – in Gedanken an die vielen vom Unwetter betroffenen Menschen – in den Hintergrund. Alle Spielerinnen waren dankbar, nur mit maximal geringen Schäden davon gekommen zu sein und einen schönen Golftag erleben zu dürfen. Wir sind in Gedanken bei den Opfern der Flutkatastrophe und überlegen, wie wir Unterstützung generieren können.