Von Dr. Peter Schütze

 

Der attraktive Platz des über 100 Jahre alten Kölner Golf- und Land-Clubs in Refrath hatte es in sich. Bei der dritten Runde des Rhein-Ruhr-Pokals verlangte dieser Kurs den DOGC-Herren 540 Schläge ab, die bisher höchste Schlagzahl. Damit belegten die Dortmunder hinter dem wiederum souveränen Bundesligisten Hubbelrath (mit 494 bisheriger Best-Score), den zu Hause stark auftrumpfenden Kölnern (522) und Hösel (523)  den vierten Platz. Marienburg markierte mit 544 das Schlusslicht.

„Wir haben wieder viel gelernt. Das, was man auf diesem Platz, der jeden schlechten Schlag bestraft, lernen muss“, befand Head-Pro Holger Böhme. Bis auf Hubbelrath mit seinem schier unerschöpflichen Vorrat an erstklassigen Spielern hätten alle anderen Teams Probleme gehabt, die freilich bei den mit dem Kurs bestens vertrauten Kölnern am wenigsten ins Gewicht gefallen sind.  „Auf den ersten neun Löchern sind bei unseren Spielern Schwierigkeiten besonders aufgefallen. Wir müssen Lehren daraus ziehen, vielleicht eine andere Art der Vorbereitung ins Auge fassen.“

Den lehrreichen Aspekt des Auftritts in Refrath unterstrich auch Captain Volker Wetzstein, der beim direkten Blick auf die einzelnen Scores Felix Schröders 74  hervorhob, ansonsten aber kritisch anmerkte: „Der Rest ist ein Stück unter seinen Möglichkeiten geblieben. Und das hat uns in der nicht neuen Ansicht bestärkt,, dass wir uns erheblich strecken müssen, um mit der Konkurrenz aus der ersten und zweiten Bundesliga mitzuhalten.“ Das Team und seine Führung wisse, wo man stehe. Und das könne im Hinblick auf die Perspektive 2021 nur von Nutzen sein.

Diese wegen Corona zum Lehrjahr gewordene Saison hält auch Cheftrainer Böhme für einen unschätzbaren Vorteil, sich für kommende Aufgaben wappnen zu können.  „Deshalb ist auch der Rhein-Ruhr-Pokal, den alle mit großer Begeisterung und echtem Engagement spielen, so wertvoll. Ich vermisse lediglich das komplette Samstag-Sonntag-Paket der Meisterschaftssaison, jetzt müssen wir alles an einem Tag abwickeln.“

In Refrath spielte Felix Schröder bis zur Neun par, dann unterliefen ihm ein paar kleine Fehler., dennoch war er mit zwei über der beste Dortmunder. Einen Schlag mehr benötigte Bastian Schmitz, der mit 42 Schlägen begann, aber auf der Back-Nine gar keinen Fehler mehr machte und drei Birdies spielte. Die Scores der anderen Dortmunder: Hannes Ruhnau 76, Matthias Tischler 78, Lars Sondermann 78, Luis Ziffus 79, Leo Maciejek 80 und Maximilian Ahlers (83).

Brutto ganz vorn landeten Hösels Christopher Hiuvermann, der bis zur Dreizehn sieben unter lag und ebenso mit 67 Schlägen einkam wie Hubbelraths Luis Obiols, dem an der Fünf sogar ein Eagle gelang.