Nervenkrimi am 2. Spieltag für unsere Damen des DOGC – am Ende Platz 3 in der Tageswertung und weiterhin die Tabellenführung

von Lena Wiebel 

Nach sehr guten und soliden Proberunden sowie dem Aufwind des letzten Spieltags gingen unsere Damen als Tabellenführer mit hohen Erwartungen in den 2. Spieltag im Kölner Golfclub.

Der recht kurze Platz schien am Vortag noch ziemlich harmlos und gut spielbar, verwandelte sich aber durch sehr schwer Fahnenpositionen am Spieltag in einen sehr anspruchsvollen Platz, der enorm exaktes Spiel erforderte und kleine Fehler gerne mit einem 3-Putt bestrafte. Zudem kam das kniehohe Rough bei nicht gerade getroffenen Abschlägen sofort ins Spiel und verschlang den ein oder anderen Ball.

Der Druck, die Tabellenführung zu halten oder sogar auszubauen, machte sich zu den erschwerten Fahnenpositionen bei allen Spielerinnen deutlich bemerkbar, sodass einige Spielerinnen sich schon direkt am Anfang ein paar “teure” Fehler einhandelten und mit Schwierigkeiten auf den “Front-Nine” kämpften. Zudem durfte unser Pro Stephan Wittkop aufgrund des strengen Hygienekonzeptes unsere Damen auf dem Platz nicht mental und beratend unterstützen, sodass er sich die meisten Löcher nur aus weiter Ferne anschauen konnte. Dennoch schaffte er es, die Spielerinnen nach 9 Loch wieder aufzubauen und ihnen wieder Sicherheit für die “Back-Nine” zu geben.

Für Stephan Wittkop und die beiden Ersatzspielerinnen Michaela Karthaus und Lena Wiebel verlief der Spieltag zunächst wie ein Nervenkrimi, da unsere Nachwuchshoffnung Ronja Scobel (+24) und unsere starke und erfahrene Spielerin Anna Sybrecht (+18)  heute deutlich unter ihren Möglichkeiten spielten und nicht in ihren Rhythmus fanden. So lagen wir im Livescoring längere Zeit nur auf Platz 5 und warteten gespannt mit gedrückten Daumen am Clubhaus mit Blick auf die schwere 18. Bahn auf die restlichen Ergebnisse.

Präsidentin Andrea Marx machte es mit einem unglaublich schwierigen Downhillchip (gelungen) gleich sehr spannend, konnte aber durch ihre erfahrene und sichere Spielweise eine (+7) nach Hause bringen, welches sich im Nachhinein als das drittbeste Tagesbrutto-Ergebnis darstellte. Simone Scheidgen spielte mit (+15) eine recht solide Runde, hätte sich jedoch gerne den ein oder anderen 3 Putt erspart.

Kurz darauf kam Hannah Wilhelm auf die Bahn 18, die uns mit einem Wasserball und einem langen Putt (gelocht) in Atem hielt. Aber auch sie spielte eine sehr solide (+8) Runde. Nun hieß es warten auf Kapitänin Vicki Dreve, die sich leider schon an Bahn 3 einen sehr teuren Fehler einhandelte und insgesamt mit Schwierigkeiten zu kämpfen hatte. So verfolgten wir gespannt, wie die 21-jährige auf die wasserumzogene Bahn 18 kam und konnten es kaum fassen, dass sie gleich 2 Bälle ins Wasser spielte. Durch einen erstklassigen Pitch und einen sehr guten Putt konnte sie das Loch aber noch retten und erspielte insgesamt eine (+11). In der Endabrechnung ein Ergebnis im vorderen Mittelfeld, aber deutlich unter den Möglichkeiten unserer leistungsstarken und trainingsfleißigen Kapitänin.

Im Livescoring rutschten wir hoch und runter und verfolgten gespannt die Damen der anderen Mannschaften, die ebenso viele Schwierigkeiten an diesem Wasserloch hatten.

Auch heute gab es keine Siegerehrung und ein langer Verbleib der gesamten Mannschaft war unerwünscht, sodass der Nervenkrimi erst im Auto beendet wurde. Jetzt war klar, dass wir Platz 3 hinter dem Kölner Golfclub und dem GC Mülheim belegten. Die Ergebnisse zwischen Rang 2-4 waren sehr eng, so fehlten uns nur 4 Schläge zum GC Mülheim, die wir uns gerne erspart hätten. Waren aber auch schlaggleich mit dem 4. Platzierten GC Schmitzhof, der aber ein schlechteres Streichergebnis hatte. So zeigt sich mal wieder, dass wirklich jeder Schlag zählt!

Zwar hatten wir uns für diesen Spieltag etwas mehr vorgenommen und hätten definitiv einige Schläge sparen können, dennoch behalten wir mit diesem Tagesergebnis die Tabellenführung und konzentrieren uns nun auf unser Heimspiel am 20.06.21 bei dem wir hoffentlich wieder all unsere Stärken ausspielen können.

Nach diesem Spieltag resümieren Kapitänin Vicki und Pro Stephan, dass wir mit diesem Ergebnis mit einem blauen Auge davon gekommen sind. So geht es gleich beim kommenden Mannschaftstraining mit Stephan an die Arbeit, sodass wir unsere Stärken auch unter großer Anspannung abrufen können.

Trotz strenger Corona Regeln war es wirklich schön, dass wir als Mannschaft wieder etwas länger zusammen waren und am Ende auch gemeinsam lachen konnten. Wir hoffen nun, dass wir diese Momente wieder häufiger erleben können und unser Team-Spirit dadurch noch weiter gestärkt wird.