Von Dr. Peter Schütze
Vorher waren alle ein wenig unsicher, wie die Rückkehr zum Wettkampf auf den Golfplatz nach der Corona-Zwangspause wohl verlaufen werde. Auch DOGC-Cheftrainer Holger Böhme räumte nachher ein, er habe den maßgeblich von ihm initiierten Rhein-Ruhr-Pokal nicht so richtig einordnen können: „Kaffee-Runde oder Leistungsschau?“ Den Auftakt in der Reichsmark genossen alle als gelungenes Turnier, das hielt, was seine hochkarätige Besetzung. u. a. mit zwei westdeutschen Bundesligisten, versprach.
Die wichtigste sportliche Erkenntnis dieses Gipfeltreffens: Das Dortmunder Herren-Team, durch die Corona-Pandemie um seine Jungfern-Saison in der 2. Bundesliga gekommen, muss sein Licht nicht unter den Scheffel stellen. Es kann sich im Vergleich auch mit den NRW-Granden sehen lassen. Der Beweis: Hinter den beiden Bundesligisten aus Hösel und Hubbelrath belegten die Gastgeber in dem Fünfer-Feld den dritten Platz, dabei mit einem einzigen Punkt Abstand zum Bundesligisten Hubbelrath (506 : 507). Hösel war mit 499 der Sieger, Bundesliga-Absteiger Marienburg kam auf 513, G&L Köln auf 529.
„Wir sind ein bisschen stolz, wie wir uns im Konzern der Großen geschlagen haben“, zog Head-Pro Holger Böhme ein positives und zufriedenes Fazit der Veranstaltung. „Der Fokus lag auf Leistung, die Motivation war spürbar, die Konzentration war hoch, obwohl die Rahmenbedingungengen so ganz anders als gewohnt waren und bei den Spielern der Rhythmus natürlich noch nicht optimal sein konnte.“
Auch Captain Volker Wetzstein zollte dem Team Anerkennung für den „gelungenen Start in den Mannschaftswettbewerb, auf den alle stolz sein können, zumal die allgemeine Verunsicherung, wo man mit seiner Leistung stehe, nicht die günstigsten Voraussetzungen geboten hat. Aber das Team hat sich in die Aufgabe hineingebissen und sie prächtig gelöst “
Obwohl 24 Plus-Handicaper am Abschlag standen, war der Platzrekord von Michael Hegemann aus 2013 (62 Schläge), wie Böhme angedeutet hatte, nicht in Gefahr. Allerdings legten die Top-Spieler Jonas Baumgartner (Hösel) und Cedric Otten (Hubbelrath) mit jeweils fünf unter erstklassige Scores vor. Ihnen kam Dortmunds Tim Haselhoff mit 69 Schlägen am nächsten. „Ich kenne Tim, seitdem er 14 ist, er ist auf einem sehr guten Weg“, lobte Böhme seinen Schützling.
Auch Hannes Ruhnau blieb mit 71 unter par, Jasper Schürmann schaffte die 72 glatt,, Moritz Ostermann und Matthias Tischler blieben einen Schlag darüber. Leo Maciejek, der in der vergangenen Woche in Münster-Tinnen mit 66 einen neuen Platzrekord aufgestellt hatte, kam auf 74, Maximilian Ahlers auf 75 und Felix Schroeder auf 76.
Neuerwerbung Luis Ziffus und Bastian Schmitz fehlten aus persönlichen Gründen. Auf Schmitz muss Böhme auch am 4. Juliin Hösel verzichten, da er die Deutschen Meisterschaften der AK 30 im GC Neuhof im hessischen Dreieich spielt.