Zweitliga-Herren: Vierer zaubern Sensationssieg her

Von Dr. Peter Schütze
 
Die „riesige Vorfreude“ (so Cheftrainer Holger Böhme) war berechtigt. Mit zwei Tagessiegen, darunter dem sensationellen Triumph der Herren bei ihrer heimischen Zweitliga-Premiere, erlebte der Dortmunder Golfclub einen der sportlich stolzesten und größten Tage der jüngeren Vergangenheit. Das war auch der Tenor, den ein glücklicher Böhme anschlug: „So etwas erlebt man nicht alle Tage. Das war einer der im Positiven spektakulärsten  Momente meiner Zeit in Dortmund.“
Den am Ende sogar deutlichen Tagessieg (6 über CR-Wert) vor dem Gruppen-Favoriten Essen-Heidhausen (18) sicherten die überragenden Vierer, von denen die drei entscheidenden alle als einzige unter Par blieben. „Ich hatte die Zusammensetzung dieser Paare im Kopf – und sie war genau richtig. Sie waren heiß wie Frittenfett“, sah sich Holger Böhme in der Formation der Vierer bestätigt. Ihr erstbundesligareifer Auftritt habe eindrucksvoll bestätigt, über welche Breite der DOGC verfüge. Voller Vorfreude auf die lange nicht mehr abverlangte Spielform, begannen Bastian Schmitz/Tim Haselhoff (69), Benedikt Polders/Matthias Tischer (70), Lars Sondermann/Maximilian Ahlers (70) und Leo Maciejek/Hannes Ruhnau (73) wie die Feuerwehr, dass Essens Trainer seinen DOGC-Kollegen scherzhaft fragte, was er seinen Spielern zum Mittagessen denn serviert habe.
Dass die Superleistung der Vierer das Ergebnis noch zugunsten der Gastgeber drehte, war auch „der stabilen Leistung der guten Dortmunder Zweitliga-Mannschaft“ (Böhme) zu verdanken, die in den Einzeln den Abstand zu den Essenern knapp hielt. Für die zeigte der Playing Pro Brandon Dietzel mit 68 die beste Runde des Tages vor dem Birdie-König (6) Julian Kunzenbacher (Teutoburger Wald/69) und dem Düsseldorfer Pro Frederik Schott (70).
Die beste DOGC-Vorstellung gab Tim Haselhoff mit 71 Schlägen, dessen erfolgreichster der Eagle an der 18 war. Zwei seiner vier Bogeys handelte er sich an Dreier-Löchern ein. Benedikt Polders (72) lag bis zur 13 eins unter, Matthias Tischler (73) nach neun sogar zwei. Moritz Ostermann spielte auf den ersten neun Bahnen achtmal par. Bastian Schmitz (75) ärgerte ein Doppelbogey auf der Sechs, Mel Ferner (76) kam auf 15mal par, Leo Maciejek (77) haderte noch ein wenig mit seinen Abschlägen.
Voll des Lobes über „eine phänomenale Leistung“ war auch Captain Volker Wetzstein, der zwei Gründe ausschlaggebend für den Tagessieg, „an den sich selbst nicht geglaubt hatte“, hielt: „Der morgens aufkommende Wind schuf für uns, die mit dem Platz unter diesen Umständen bestens vertraut waren, einen gewissen Heimvorteil, und dann natürlich die Gala der Vierer.“
So sehr Wetzstein und Böhme und auch die selbstbewusst auftrumpfende Mannschaft den Tagessieg genossen, die Führungskräfte des Aufsteiger-Teams traten gleich auf die Euphorie-Bremse. „Der Kampf der vier Mannschaften hinter Essen um den Klassenverbleib geht weiter. Aber wir haben mit acht Punkten eine günstige Ausgangsposition“, ist Holger Böhme optimistisch. Und auch Wetzstein ist voller Zuversicht: „In den ersten zwei Spielen haben wir nichts verloren. Wir sind gut im Rennen!“