Herrenmannschaft verpasst Aufstieg in 2. Bundesliga um Haaresbreite

2010-07-18 22:38 von Veit-Robert Hasselmann

von Dr. Peter Schütze & Veit Hasselmann

David Smolin, sturmerprobter Paradegolfer des DGC, wusste, wovon er sprach: „Derart knappe Niederlagen wie heute schmerzen mehr als eine deftige Abfuhr!“ Und das DMM-Finale der Regionalliga in Haus Leythe in Gelsenkirchen war eine verflixt enge Entscheidung. Dort verlor der Dortmunder Golfclub das erstaunlicherweise auf Augenhöhe mit dem hoch favorisierten Kölner GLC geführte Aufstiegsduell zur 2. Bundesliga mit 5:7. Das Schicksal wandte sich erst in den letzten beiden Einzeln auf den Bahnen 17/18 und 18 endgültig gegen den DGC.

„Wir waren so nahe dran an einer riesigen Überraschung, wir hätten den großen Favoriten schlagen können, aber in allerletzter Konsequenz haben wir es nicht geschafft“, musste Smolin eine schmerzliche Wahrheit eingestehen. Da war auch das große Lob von Head-Pro Ludger Theeuwen nur Balsam mit geringer Wirkung: „Überhaupt kein Vorwurf an die Mannschaft, vielmehr ein dickes Kompliment. Sie hat das Aufstiegsduell erreicht, dort einem bärenstarken Gegner über weite Strecken Paroli geboten und Ehre für sich und den Dortmunder Golf-Club eingelegt.“

Mit dem 2:2 nach den Vierern hatten die Dortmundern den Rheinländern, immerhin der drittbesten Mannschaft in NRW, schon in den Vierern die Zähne gezeigt. Sebastian Schulze und Veit-Robert Hasselmann holten einen ganzen Punkt, die Gebrüder Axel und Carsten Tilse sowie David Smolin mit Michael Hegemann teilten sich den Punkt, nur Matthias Tischler/Wolfgang Horsthemke mussten sich nach Führung geschlagen geben.

Die Ausgangsposition war viel versprechend, doch in den Einzeln kamen nur Stadtmeister Tischler und der bravourös auftrumpfende Stefan Lentz zu vollen Punktgewinnen, beide Tilses und auch Schulze mussten sich gegnerischer Klasse beugen. Dramatisch ging es im Endspurt zu. Michael Hegemann lag schon 6 Loch zurück, setzte dann zu einer grandiosen Aufholjagd auf und kam nur um den Sieg, weil sein Gegner einen Fünf-Meter-Putt am 18. Loch versenkte. Somit teilten sich die Kontrahenten den Punkt. David Smolin verlor sein Duell, „weil ich an der 17 nur par, Leonhardt Leutgen aber einen Birdie spielte“ – Golf in seiner packendsten, freilich für die Dortmunder nicht von seiner schönsten Seite. Hasselmann stand mit einem halben Punkt zu Buche, auf den sich die Spieler einigten, nachdem die Entscheidung bereits gefallen war.

Freilich dürften sie, so hofft jedenfalls ihr Cheftrainer Ludger Theeuwen, aus der Partie in Haus Leythe für die kommenden Schniewind-Aufgaben viel Selbstvertrauen und Siegeswillen gezogen haben.    

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