DMM der Damen: Missgeschick wird zum Motivationsschub

2011-05-16 20:54 von Veit-Robert Hasselmann

Von Dr. Peter Schütze

Ein Missgeschick verlor seinen Negativ-Effekt. Beim DMM-Durchgang der Damen-Regionalliga West in Osnabrück-Dütetal wurde beim Auftakt-Zählspiel  der mit Victoria Nill/Franziska Schaefermeyer besetzte Vierer nach einer 82er-Runde wegen Fehler beim Abschlag disqualifiziert. Dadurch verloren die Dortmunderinnen elf Schläge, weil statt des zweiten der dritte Vierer (Christina Kisch/Anja Kettelhack) mit 93 Schlägen gewertet wurde. Diese Schläge fehlten dem Team gegenüber GC Bergisch-Land am ersten Tag zum vierten Platz im Achterfeld – also musste es am Sonntag in der unteren, der so genannten „Abstiegs-Gruppe“ gegen Bad Salzuflen – erfolgreich - um den Klassenverbleib kämpfen. Damit blieb dem DOGC-Ensemble jedoch das aussichtslose Duell gegen den souveränen Gesamtsieger, das Superteam vom GC Hummelbachaue, erspart.

„Mit unserem 7:2-Erfolg über Bad Salzuflen und dem fünften Platz sind wir mit einem Erfolgserlebnis und guter Stimmung heimgefahren“, resümierte Captain Andrea Marx die beiden Tage in Niedersachsen. „Und wenn man berücksichtigt, dass Hummelbachaue den GC Bergisch Land mit 8:1 deklassiert hat, sind wir  wahrscheinlich einem ähnlichem Schicksal und dickem Frust entronnen.“ Vor diesem Hintergrund durfte Andrea Marx auch festhalten: „Wir haben ein Super-Lochspiel hingelegt, insgesamt ein überaus positives Ergebnis erzielt und durften am Ende zu recht ein gutes Gefühl haben.“

In dieses Horn stieß auch Trainer Stefan Wittkop, der die Damen nach dem Lapsus zu Turnierbeginn „mit dem Rücken zur Wand“ und „unter erheblichem Zugzwang“ sah. „Aber sie haben sich prächtig aus dieser Situation herausgekämpft und ihr Grundziel, den Klassenverbleib in der Regionalliga, überzeugend erreicht.“

Im Zählspiel am ersten Tag setzte der eingespielte Vierer mit Ilka Wolf und Andrea Marx mit 81 eine Marke, die 82 von Nill/Schaefermeyer zählten ja nicht. „Damit waren wir zunächst Letzter“, blickte Wittkop zurück, doch „nach diesem empfindlichen Dämpfer“ (Marx) spielten Anna Gehlen-Volbert (78), Victoria Nill (79), Stadtmeisterin Ilka Wolf (81), Jana Baumann (82), Franziska Schaefermeyer (85) starke Runden; Marx verdarb sich den Score (86) auf den letzten drei Bahnen.

Im Lochspiel am zweiten Tag punkteten die Vierer Nill/Schaefermeyer und Wolf/Marx, das umbesetzte Duo Kettelhack/Baumann ging leer aus. Die letzten Zweifel am Erfolg verscheuchten im Einzel Gehlen-Volbert, Wolf, Schaefermeyer und Marx, die Spiele von Nill und Baumann wurden geteilt.

 „Mit Anna Gehlen-Volbert, die zum ersten Mal seit langer Zeit ohne Probleme spielen konnte, und Victoria Nill, die ihre Qualität und Erfahrung nutzte, waren wir so stark wie nie zuvor“, befand Andrea Marx. „Deshalb war Osnabrück für uns allemal eine Reise wert.“

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