Neue Club-Managerin: Amélie Bernsdorf kommt mit hochkarätigen Qualifikationen

2019-01-03 13:33 von Sekretariat

Neue Club-Managerin: Amélie Bernsdorf kommt mit hochkarätigen Qualifikationen

Von Dr. Peter Schütze

Beim Dortmunder Golfclub sind die Damen auf dem Vormarsch. Von fünf Präsidiums-Positionen besetzen sie drei, und jetzt übernimmt auch noch – erstmals - eine Frau den Stuhl des Club-Managers: Amélie Bernsdorf (32), gebürtige Hamburgerin, aber seit zweieinhalb Jahren im tiefsten Westfalen, beim GC Stahlberg im Lippetal, tätig, tritt mit Jahresbeginn die Nachfolge von Philipp Pfannkuche an.

Mit ihr hofft der DOGC auf seit dem Abschied von Werner Klein verloren gegangene Konstanz auf dieser Position. Und Amélie Bernsdorf bringt alle Voraussetzungen dafür mit. Sie ist als Bachelor im Golf-Management und Master im Sport-Management – beide akademischen Grade hat sie an der University of Central Lancashire in England  erworben -  hoch qualifiziert, hat dazu  praktische Erfahrung in der Organisation und Verwaltung deutscher Golfclubs gesammelt. Hintergrund dafür ist ihre Qualität als aktive Golfspielerin (Hcp. 1.0); 2018 spielte sie im Bremer Club Zur Vahr zweite Bundesliga und wird dort auch in 2019 eine weitere Saison abschlagen.

Seit früher Jugend hat Amélie Bernsdorf ein Faible für England. „Mir sagen das Land, seine Menschen und deren Einstellung zum Sport sehr zu, so dass für mein Studium, für das die USA oder England in Frage kamen, die Entscheidung schnell für die Insel gefallen war“, berichtet die jetzt in der Nähe von Beckum beheimatete neue DOGC-Clubmanagerin. Sie hat früh erkannt, dass sich auf dem Gebiet der Freizeit der Menschen ein weites Feld auftut, das vielfältige berufliche Perspektiven bietet, die man mit entsprechendem Know how professionell mit Leben erfüllen kann. So hat sie u. a. eineinhalb Jahre von London aus als Event Coordinator die Ladies European Tour begleitet.

„Nach sechs Jahren im Ausland war es an der Zeit, in die Heimat zurückzukehren“, räumt die England-Freundin ein. Die Gelegenheit ergab sich beim GC Stahlberg. Amélie Bernsdorf erzählt: „Ich habe zwei Stunden mit dem damaligen Präsidenten telefoniert, dann waren wir uns einig.“ Die Tätigkeit war gleich mit einer höchst anspruchsvollen Aufgabe verbunden. Der Club Stahlberg baute eine neue Driving Range mit allen technischen Einrichtungen, ein Gesamtpaket von rund einer halben Million Euro. Die Clubmanagerin bewältigte alle perspektivischen, organisatorischen, finanziellen und technischen Anforderungen des Projekts mit Bravour. Die neue Übungsstätte ist komplett fertig. 

Deshalb lässt Stahlberg Amélie Bernsdorf nur ungern ziehen. Aber der Dortmunder Golfclub ist eine andere Nummer. „Mich reizt dieser alt eingesessene Club, der mit seinem anspruchsvollen Platz in wunderbarer Landschaft, mit seinem schönen Clubhaus und seinen netten Menschen, soweit ich sie bisher kennenlernen durfte. Dortmund ist ein Aushängeschild im NRW-Golf. Dort zu arbeiten, muss Spaß machen“, freut sich die neue Organisation-Chefin auf bevorstehende Aufgaben in der Reichsmark.

Als Hamburgerin, wo sie ab 16 mit dem Golf begann, hat sie sich inzwischen auch an den westfälischen Menschenschlag gewöhnt. „Wenn sie erst einmal auftauen, sind es durchweg nette Leute, unter denen ich mich total wohl fühle“, sagt Amélie Bernsdorf. Nur die westfälischen Schützenfeste kommen ihr merkwürdig vor, dagegen kann sie dem Karneval hier durchaus etwas abgewinnen. In ihrer Freizeit besucht sie regelmäßig ein Fitness-Studio, spielt  neben Golf auch noch Tennis („Da komme ich eigentlich her“), mag Musik und ein gutes Buch. Aber Golf ist für sie eine Herzensangelegenheit. „Ich möchte ein wenig dazu beitragen“, sagt Amélie Bernsdorf, „dass Golf in Deutschland die Bedeutung erlangt, die dieser schöne Sport verdient“. Das ist in Dortmund eine lohnende Aufgabe.

 

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