Oberliga-Damen: Aderlass war nicht aufzufangen

2018-06-26 15:21 von Philipp Pfannkuche

Von Dr. Peter Schütze

„Das war ein deutlicher Weckruf zur rechten Zeit!“ So wertete Stephan Wittkop das für alle überraschende Ergebnis des dritten Oberliga-Spieltages in Münster-Tinnen. Hier setzte sich völlig unerwartet die Mannschaft von Royal Saint Barbara´s GC  mit 63 über CR gegen den Aufstiegsfavoriten DOGC (75) durch und kam in der Tabelle bis auf einen Punkt an das Team aus der Reichsmark heran. Dem DOGC-Pro war dieses Ergebnis sichtlich an die Nieren gegangen. „Für den Aufstieg muss man hart arbeiten, da kann man sich nicht auf andere verlassen“, war ihm auch tags darauf noch Frust anzumerken.

Dabei hatte Wittkop gute Argumente, warum es in Tinnen nicht zum dritten Tagessieg gereicht hatte. Mit Andrea Marx, die wegen einer Erkrankung ihres Vaters kurzfristig ausfiel, Dr. Muna Brisam, Liza Schulte und Anja Kettelhack standen vier etatmäßige Spielerinnen nicht zur Verfügung. Das war auch für DOGC-Präsidentin Marx ausschlaggebend: „Bei derartigen personellen Ausfällen zeigt sich, dass unsere Mannschaft leistungsmäßig nicht ausgewogen ist.“  Doch weder für Marx noch für Wittkop ändert sich etwas an der ambitionierten Zielsetzung der Saison: Die Rückkehr in die Regionalliga muss her.

An diesem ehrgeizigen Vorhaben ändert sich auch nichts dadurch, dass der plötzlich aus dem Schatten hervorgetretene Konkurrent RSB im nächsten Spiel Heimrecht genießt. Auch die DOGC-Spieler kennen den Platz in Brackel aus dem Effeff, „so dass wir da praktisch auch ein Heimspiel haben“ (Wittkop). Außerdem kann der Pro dann bis auf Ilka Kummer wieder aus dem Vollen schöpfen.

In Tinnen spielte Anna Sybrecht mit 83 ihr Handicap, Vanessa Girke kam auf den gleichen Score; Vicky Dreve verlor nach 37 auf der ersten Hälfte mit 48 wertvolle Schläge. Ähnlich erging es Anna Lina Hillmann mit 40:47. Emma Schwartz spielte eine 97 und Theresa Staerk beendete die Runde mit 102 Schlägen.

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