Regionalliga Herren: 3. Tages-Rang eröffnet alle Chancen auf den Klassenverbleib

2018-07-24 15:33 von Philipp Pfannkuche

Von Dr. Peter Schütze

Es spricht für die realistische Einschätzung der Verantwortlichen des Dortmunder Golfclubs, dass sie am vierten Regionalliga-Spieltag bei Heimvorteil auch mit dem dritten Platz in der Tageswertung zufrieden waren. „Gut, gut“ wiederholte Captain Carsten Tilse gleich zweimal das Prädikat für die Vorstellung seiner Mannschaft. „Wir dürfen uns nicht davon blenden lassen, dass wir zum Saison-Start in Anholt einen Tagessieg eingefahren haben. Wir sind Aufsteiger, und für uns zählt nur der Klassenverbleib.“ Dafür müssen die Dortmunder Herren am letzten Spieltag Anfang August in Oldenburg Dritter werden, um alle Abstiegsgefahren-Momente abzuwenden, es sei denn Münster-Tinnen, zur Zeit gleichauf mit dem DOGC, wird nur Fünfter.

Auch das Urteil von Cheftrainer Holger Böhme fiel überaus positiv aus: “ Super, tolle Leistung. Die Mannschaft hat gezeigt, was sie kann und was sie nicht kann!“ Der Head-Pro ist – ebenso wie Tilse – überzeugt, dass sein Team am Final-Tag in Norddeutschland die Früchte für eine bis auf den Ausrutscher in Münster-Tinnen überzeugende Premieren-Saison in der Regionalliga einbringt.

Zwei Entscheidungen sind an dem heißen Sonntag in der Reichsmark schon gefallen. Teutoburger Wald,  mit dem überragenden Ergebnis von 3 über CR zum dritten Mal Tagessieger, hat den Aufstieg in die 2. Bundesliga schon geschafft, und Wasserburg Anholt muss den bitteren Gang in die Oberliga antreten. Die Überraschung in Dortmund war der Auftritt von Oldenburg, bisher ein bisschen die graue Maus der Gruppe. Mit dem erstmalig abschlagenden Velten Meyer (Hcp. + 2,3) an der Spitze kam die Truppe wie Ziethen aus dem Busch, katapultierte sich mit 20 auf den zweiten Tags-Rang und kann am letzten Spieltag auf eigenem Kurs den schon verloren geglaubten Klassenerhalt noch schaffen.

Velten Meyer erzielte mit glänzenden 65 Schlägen den Brutto-Sieg, dahinter Julian Kunzenbacher (Teuto) mit 68. Unter der 70er-Marke blieben auch noch Leo Maciejek aus Münster und Dennis Kropp (Oldenburg) mit je 69. Dann kamen in der Brutto-Wertung Matthias Tischler und Michael Hegemann mit je zwei unter Par. Sehr zufrieden mit ihren Scores waren auch Jasper Schürmann (74), Ferdinand Volbert (75) und Carsten Tilse (76). Die beiden Letztgenannten spielten auch einen starken Vierer (76), nur Schurmann/Sondermann waren in ihrem Team noch zwei Schläge besser.

Für das Finale in Oldenburg, das Böhme trotz des Endspiel-Charakters nicht als Nervenprobe für sein Team ansieht, laufen die Vorbereitungen schon an. Der DOGC-Head-Pro wird am kommenden Wochenende den Kurs in Oldenburg inspizieren, um die richtige Taktik ausgeben zu können.

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