WSMP: Riesen-Kompliment tröstet über Abstieg hinweg

2019-06-03 15:43 von Sekretariat

Von Dr. Peter Schütze 

Die Situation war ambivalent. Einerseits hatte die Mannschaft verloren, andererseits lobte sie ihr Trainer über den grünen Klee. Die Auflösung dieses scheinbaren Widerspruchs: In der A-Liga des Willy-Schniewind-Mannschafts-Preises (WSMP) war das Aufstiegsteam des Dortmunder Golfclubs in Essen-Oelfte dem Bundesligisten Hubbelrath 3:5 unterlegen, aber DOGC-Head-Pro Holger Böhme sprach von „der mit Abstand besten Leistung, die ich von meiner Mannschaft je gesehen habe. Ich bin sehr stolz auf sie.“

Es sei schon eine Portion Lospech gewesen, zum Auftakt des WSMP-Turniers ausgerechnet auf den zwei Klassen höher spielenden Seriensieger zu treffen, aber sein Team habe diese gewaltige Herausforderung mit Bravour angenommen, erklärte der Dortmunder Cheftrainer. „Wir hatten den rheinischen Riesen am Rande einer Niederlage; denn fünf Partien wurden erst am 18. Loch – leider gegen uns  - entschieden.“

 

Böhme berichtete nicht ohne berechtigten Stolz auch von einem Gespräch mit seinem Hubbelrather Kollegen Roland Becker, der ihm nach dem knappen Ende des Duells eingestanden hatte, so ein knappes Ende habe er mit seiner Mannschaft an einem Samstagvormittag noch nie erlebt. Böhme hörte so etwa gern: „Ein größeres Kompliment hätte mein Team gar nicht bekommen können.“ Balsam auf die Wunden der knappen Niederlage.

Die Punkte für den DOGC gingen auf das Konto von Axel Tilse und Ferdinand Volbert sowie jeweils zur Hälfte an Lars Sondermann und Hannes Ruhnau. 

Den insgesamt positiven Eindruck vom Dortmunder WSMP-Auftritt in Essen verdarb auch der letztlich nicht vermiedene Abstieg nicht; den eine 2:6-Niederlage gegen den zuvor Essen-Heidhausen mit 3:5 unterlegenen Düsseldorfer GC besiegelte – pikanterweise den Club, den Böhme vor seinem Wechsel in die Reichsmark betreut hatte.  „Die Düsseldorfer, Spitzenreiter der Regionalliga-Staffel West 2, waren die eindeutig stärkere Mannschaft, haben uns unsere Grenzen an diesem Nachmittag aufgezeigt, zumal wir die Leistung gegen Hubbelrath vom Vormittag nicht wiederholen konnten“, erkannte Böhme das eindeutige Kräfteverhältnis uneingeschränkt an. Die beiden Punkte wurden Bastian Schmitz und Hannes Ruhnau zugeschrieben.

 

Bei diesem nordrheinwestfälischen Traditionsturnier, das erneut mit dem Triumph von Hubbelrath (im Finale 7,5 : 5,5 über Hösel) endete und bei dem neben dem DOGC auch Mülheim/Ruhr (2,5: 5,5 gegen Rhein/Sieg) den Weg in die Zweitklassigkeit antreten muss, haben die Dortmunder nach Ansicht ihres Captains Peter Köthschneider keinen Kredit verspielt. „Im Gegenteil. Hubbelrath und auch Düsseldorf haben uns gelobt. Für uns alle war das eine große emotionale Geschichte, in diesem Feld mitspielen zu können. Und dass nach der Riesenleistung gegen Hubbelrath eine leichte Enttäuschung eintrat, war menschlich nur zu verständlich, änderte aber nichts daran, dass unsere Mannschaft in Essen großartigen Charakter gezeigt hat.“

Neben Valentin Brand, fehlten dem DOGC auch Fredrik Strandberg. Er spielte die 16. German Boys and Girl Open in St. Leon-Rot, konnte sich gegen die übermächtige internationale Konkurrenz jedoch nicht im Vorderfeld platzieren. Nach Runden mit 76, 75, 72 Schlägen erreichte er den geteilten 54. Platz unter 102 Teilnehmern. Den Sieg holte sich der mit Handicap +3,1 gestartete Ire Luke O`Neill mit Runden von 69, 66 und 70.

 

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