Clubmeisterschaft der AKs: Tischler dreht Vorjahres-Spieß um

von Dr. Peter Schütze

Es war eine packende Neuauflage des Duells aus 2019. Ebenso spannend wie im Vorjahr, nur mit einem anderen Happy End. Diesmal gewann bei den Clubmeisterschaften des DOGC in der AK 30 der im vergangenen Jahr um einen Schlag unterlegene Matthias Tischler mit einem Schlag Vorsprung gegen Titelverteidiger Bastian Schmitz. Seltsame Laune des sportlichen Schicksals: Die gleichen 144  Schläge, mit denen Tischler in der vorigen Saison so knapp das Nachsehen hatte, reichten ihm diesmal zum Sieg, weil Schmitz wegen eines Drei-Putts am letzten Loch einen Versuch mehr auf seiner Scorekarte hatte.

„Der erste Tag war von uns beiden sicherlich der bessere, am zweiten hat mir ein wenig die Spannung gefehlt“, bilanzierte der Sieger. „Am Ende hatte ich mich schon auf ein Stechen eingestellt, das mir Bastian dann aber auf dem letzten Grün abgenommen hat.“ Schmitz ging mit seinem Kontrahenten konform: „In der zweiten Runde bin ich nicht so in meinen Rhythmus gekommen. Während es am Samstag ein hoher freundschaftlicher Wettkampf gewesen war, kam am Sonntag keine richtige Stimmung auf.“

Am ersten Tag zog Bastian Schmitz mit seinem letzten Schlag, einem Birdie an der Achtzehn, in Führung, allerdings war sie mit 70 : 71 gegenüber seinem vier Jahre jüngeren Kontrahenten, der an der Zehn schon einmal mit drei Schlägen in Front gelegen hatte, nur hauchdünn. Am zweiten Tag war der Vorsprung an der kurzen Drei allerdings schon wieder dahin. Und an der Sieben und Vierzehn lag Tischler wieder drei Schläge vorn und brachte zwei davon gegen seinen unverdrossen kämpfenden Rivalen ins Ziel. 73:75

In der Altersklasse 50 verlor Achim Schürmann (78 + 83) seinen Titel an den am ersten Tag groß auftrumpfenden Stefan Lentz  (76 + 81) und musste sogar noch den am Sonntag den bärenstarken Olaf Hegenberg (84 + 76) passieren lassen. Der frühere Fußball-Bundesliga-Trainer Reinhard Saftig war in er AK 65 mit 89 + 85 nicht zu stoppen, so dass Karl-Heinz Klemke (90 + 88) und Joachim Wulfekammer (91 + 89) nur die unteren Plätze auf dem Treppchen blieben.

Bei den Damen absolvierte Präsidentin Andrea Marx in der AK 50 praktisch einen Alleingang zur Meisterschaft. Im Duell mit ihrer Schwester Stephanie (86 + 91) spielte sie zwei 84er-Runden, wobei am ersten Tag eine Neun an der Sechzehn ihren Score verdarb. Gabriela Suhr (98 + 89) verdrängte am zweiten Tag Kathrin Merten (93 + 98) noch vom dritten Platz.

Mit neun Schlägen Vorsprung (89 + 91) setzte sich in der AK 65 Ingrid Freick gegen Ulrike Götz (94 + 95) und  Schatzmeisterin Ingrid Schenke (94 + 100), die sich als einzige Frau unterspielte, durch.

In der Netto-Wertung triumphierte Ulf Reuker, der Runden von 80 und 83 gespielt hatte, vor Andreas Huhn und Sebastian Trost.