Förderkreisturnier: Kennenlernen stand im Mittelpunkt

 Von Dr. Peter Schütze

Es war nicht unbedingt der Score, der im Mittelpunkt dieses Events stand. Beim Förderkreisturnier des Dortmunder Golfclubs zählten andere Qualitäten. Die Spieler(innen) der beiden Liga-Mannschaften, die vom Club gefördert werden, stellten sich der Clubgemeinschaft vor, unter den Corona-verengenden Umständen, wo Publikum bei Turnieren ausgesperrt bleibt und Kontakte reglementiert sind, besonders wichtig. Und wo bietet sich ein Kennenlernen, ein gewisses soziales Miteinander eher an als auf dem Golfplatz, wo  Liga-Akteure und Mitglieder in ihrem Element sind.

Unter dem Gesichtspunkt des sich Kennenlernens wertete Wolfgang Scharf, Repräsentant des Förderkreises, diese Veranstaltung als vollen Erfolg, zumal das Klima zwischen DGL-Kader und Hobbyspielern nichts zu wünschen übrig ließ. Bestes Beispiel: Als Felix Schroeder in der Verlosung einen wertvollen Trolley gewann, gab er ihn spontan weiter an Jugendwart Sebastian Trost, der ihn jetzt als Preis innerhalb seiner Abteilung ausloben kann.

Auch Präsidentin  Andrea Marx war von dem Turnier sehr angetan: „Veranstaltungen wie diese sind gerade in diesen Zeiten, wo Kontakte Pandemie-bedingt stark eingeschränkt sind und ein normales Clubleben kaum zu gestalten ist,  von enormer Wichtigkeit. Das hat man allen Teilnehmern deutlich angemerkt.“

Auch wenn er nicht im absoluten Blickpunkt stand, sei hier noch ein Blick auf den Sport des Tages gerichtet. Es ergab sich ein beim DOGC ungewohntes Bild: Die Damen gaben sportlich den Ton an. Beim Förderkreisturnier 2020 setzten sich gleich zwei von ihnen in der angewandten Netto-Wertung durch: Hannah Wilhelm und Ronja Scobel belegten die ersten beiden Plätze, unter den ersten zehn der insgesamt 63 Teilnehmer waren fünf Spielerinnen, im gesamten Feld knapp 40 Prozent weiblich.

Hannah Wilhelm spielte mit 77 Schlägen eine starke Runde und holte sich damit 39 Netto-Punkte, das beste Ergebnis des Tages. Einen Punkt weniger ergatterte Ronja Scobel mit ihren 83 Schlägen, wobei sie ihr Spiel erst auf der Back-Nine stabilisieren konnte. Am weitesten nach vorn von den Männern schaffte es Jan Pinner mit 37 Punkten. Sein 74-Score verteilte sich auf 37:37, da er in der ersten Hälfte zwei Bogeys mit einem Birdie fast egalisierte und auf der zweiten lediglich an der Sechzehn einen Schlag liegen ließ. Pinner musste sich den Platz aber mit Simone Faeseke teilen, die dank ihres hohen Handicaps mit ihren 104 Schlägen ebenfalls auf die 37 Punkte-Marke kam.

Die beste Runde des Tages mit 72 legte Bastian Schmitz hin.  Er begann furios gleich mit einem Eagle, doch dann verdarben ihm vier Bogeys, denen er nur zwei Birdies gegenüberstellen konnte, ein wenig den Spielplan, der bei 36 Punkten endete. Fünfbester unter den Männern war AK 30-Clubmeister Matthias Tischler, der bis zur Dreizehn vier unter lag, dann aber das hohe Niveau nicht ganz halten konnte und mit 73 einkam.

Hinter ihm landeten die Mannschafts-Spieler Felix Schroeder (32/76), Luis Ziffus (32/75), Club-Champion Hannes Ruhnau (30/76), Mel Ferner (28/80), Maximilian Ahlers (28/81) und Valentin Brand (28/-).

Die Sonderwertungen des Longest Drive gingen an Ingrid Freick und Alexander Coerdt, Nearest to the Pin an Uwe Kühling (1,23 m).